Allgemeine Informationen - Mongolei

Staatsform: Parlamentarische Demokratie
Unabhängigkeit: 29. Dezember 1911
Nationalhymne: Mongol Ulsyn töriin duulal
Hauptstadt: Ulaanbaatar (ca. 1.372.000 Einwohner)
Amtssprache: Mongolisch
Provinzen:Archangai, Bajanchongor, Bajan-Ölgii, Bulgan, Darchan-Uul, Dornod, Dorno-Gobi, Dund-Gobi, Dsawchan, Gobi-Altai, Gobi-Sümber, Chentii, Chowd, Chöwsgöl, Ömnö-Gobi, Orchon, Öwörchangai, Selenge, Süchbaatar, Töw, Uws, Ulaanbaatar
Fläche: 1.564.116 km²
Zeitzone: UTC+7 bis UTC+8
Höchster Punkt: Der Chüiten-Gipfel, 4374 m
Einwohnerzahl: 2.953.190
Bevölkerungsdichte: 1,7 Einwohner pro km²
Religionen: Schamanismus, Buddhismus, Islam
Währung: Tögrög (MNT)
Verfassung: 13. Januar 1992
Nationalfeiertag: Naadam (dauert vom 11. bis zum 13. Juli)
Telefonvorwahl: +976
Wirtschaft: Die Wirtschaft der Mongolei ist vorwiegend agrarisch.

Angrenzende Länder:
Norden: Russland
Süden: die Volksrepublik China

WICHTIGE HINWEISE

Reisepass und Visum
Mehr als 40 Länder weltweit sind von dem Touristenvisum für die Einreise in die Mongolei befreit. Man braucht einen mindestens 6 Monate gültigen Reisepass (mit mindestens zwei leeren Seiten ohne irgendwelche Stempel). Personen, die länger als 30 Tage in der Mongolei eine Reise planen, können ihren Antrag auf eine Aufenthaltsverlängerung rechtzeitig bei der Immigrationsbehörde in Ulaanbaatar stellen. Da sich aber die Einreisebestimmungen häufig verändern, empfehlen wir Ihnen sich im Voraus auf der offiziellen Webseite des Auswärtigen Amtes zu informieren.

Zoll
Es gibt keine besonderen Zollvorschriften. Die Mongolei hat das Potenzial, ein wettbewerbsfähiger Knotenpunkt für ihre strategische Lage zwischen den riesigen Schwellenländern Russland und China zu werden. Bei der Ausreise wird sehr häufig und streng das Einführen von Antiquitäten, wertvollen Mineralien, Metallen und Jagdwaffen kontrolliert. Für Jagdwaffen benötigen Sie selbstverständlich spezielle Genehmigung. Für weitere Informationen klicken Sie hier: "http://www.planet-expert.com/de/countries/mongolia/change-3"

Geld
Die Währung in der Mongolei heisst Tögrög (MNT).
1 CHF ~ 2000 MNT
1 EURO ~ 2100 MNT
In den Banken, grösseren Hotels und Kaufzentren werden vor allem Visa und MasterCard akzeptiert. Die Reisenden, die mit ihrer Bankkundenkarte bezahlen oder Geld abheben wollen, sollen sich vor der Reise bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsbedingungen informieren.
Aktueller Wechselkurs: "http://www.oanda.com/currency/converter/"

Kommunikation
In der dünn besiedelten Mongolei, wo das Nomadenleben auch heute selbstverständlich ist, wo die Menschen in den traditionellen Jurten und Zelten ihr Leben verbringen, ist der Zugang zum Internet und den neuen Kommunikationsmitteln kaum vorzustellen. Die Hälfte der Bevölkerung ist in der Hauptstadt Ulaanbaatar konzentriert und die meisten der festen Technologien sind dort im Einsatz. Drahtlose Technologien sind in Regionen erfolgreich. Mobiltelefone sind ebenfalls üblich. Der drahtlose Teilnehmeranschluss hat die Verbesserung der Zugänglichkeit von Telekommunikations- und Festnetzinfrastruktur gefördert. Für das Internet profitiert die Mongolei von den Glasfaser-Kommunikationsdiensten ihrer chinesischen und russischen Nachbarn.

Klima
Aufgrund des trockenen, ausgeprägten Kontinentalklimas schwanken die Temperaturen im Laufe des Jahres sehr stark. Im Winter liegen die durchschnittlichen Tagestemperaturen bei −25 °C, im Sommer bei +20 °C, zwei- bis dreimal grössere Schwankungen als in Westeuropa. Während des ganzen Jahres ist es in der Mongolei recht windig. Die Luftfeuchtigkeit ist aber sehr gering. In der kältesten Hauptstadt der Welt, Ulaanbaatar, liegen die Temperaturen im Winter zwischen -25 °C und -35 °C und im Sommer zwischen + 25 °C und + 35 °C. Januar ist der kälteste Monat und Juli ist der wärmste Monat. Mit über 260 Sonnentagen im Jahr ist die Mongolei zudem sehr sonnenreich. Die besten Reisezeiten für die Mongolei sind Juni und September. Wegen der extremen Kälte ist es zu empfehlen, die Reisen von Oktober bis April zu vermeiden.

Traditionen
Bis zu unseren Tagen bewahrten die Mongolen ihre alten Sitten und Gebräuche, ihre nomadische Lebensweise. Die Jurten sind bis heute ein wichtiger Teil mongolischer Traditionen. Der Eingang der Jurte muss immer auf der südlichen Seite sein, im westlichen Teil der Jurte leben die Männer, und hier werden Gäste empfangen, der östliche Teil dagegen ist für die Frauen und die Küche vorgesehen.

Ein mongolisches Sprichwort lautet: „Glücklich ist, wer immer Gäste empfängt und fröhlich ist der Hausherr, bei dessen Behausung immer Pferde seiner Besucher angeleint stehen“. Beim Essen ist es sehr wichtig, darauf zu achten, dass das Essen mit der rechten Hand genommen und überreicht werden soll.
Da das Feuer von den Mongolen für das reinste Element gehalten wird, ist es verboten, Abfall hineinzuschütten.
Zu den am meisten verbreiteten Bräuchen gehört die Zeremonie der Besucherempfänge, die in 3 Etappen stattfindet: Tsailaga, Budaalaga und Dailaga: Tee anbieten, Reis anbieten und Abendessen anbieten.

Essen und Trinken
Die mongolische Nationalküche blieb Im Laufe der Jahrhunderte praktisch unverändert und gegen äuսսere Einflüsse wenig anfällig. Ein altes mongolisches Sprichwort lautet: „Iss dein Frühstück selbst, teile das Mittagessen mit deinen Freunden und gib das Abendessen deinen Feinden”. Das Frühstück und Mittagessen sind bei den Mongolen also sehr rustikal. Das Nationalgericht der Mongolei, Boodog, wird zu besonderen Anlässen und auf eine einzigartige Weise zubereitet. Ein anderes typisches Gericht ist Khorkhog, das aus Lammfleisch besteht.
Das bekannteste Getränk ist der Milchtee, der den Besuchern immer angeboten wird. Üblicherweise gibt es viel Milchprodukte, Reis, gekochtes Hammelfleisch. Es gibt verschiedene Arten von fleischgefüllten Teigtaschen. Das typische mongolische Getränk heisst Süütei Tsai (gesalzener Milchtee).
Das Fett des Fleisches ist auch sehr beliebt. An dem nationalen Feiertag bereiten die Mongolen gewöhnlich eine Art Ravioli zu, die aus Weizenmehl hergestellt, mit Hammelfleisch gefüllt und in Öl gebraten wird.

Feiertage
Januar/Februar – Neujahrsfest nach dem Mondkalender
13. Januar: Tag der Verfassung
22. - 24. Januar – „Zagan Sar” (das neue Mondjahr)
8. März: Frauentag
1. Juni – Tag der Mutter und des Kindes
11.-13. Juli – „Naadam-Fest” 
23. November: Tag des grossen Kaisers Dschingis Khan
26. November – Unabhängigkeitstag

Öffentliche Verkehrsmittel
Das Schienennetz mit etwa 1815 km Länge, dessen Herzstück die Transmongolische Eisenbahn ist, spielt eine wichtige Rolle für das Land. Sie führt quer durch die Mongolei von der Grenze zu Russland an die Grenze zu China und ist Teil der Verbindung von Moskau nach Peking. Das günstigste Verkehrsmittel innerhalb der Mongolei ist das Busnetz. Dies gilt auch für die Verbindungen in die Nachbarstaaten Russland und China. Für die Tagesausflüge kann man auch ein Jeep mit einem Fahrer und einem Fremdenführer oder auch Pferde mieten. Die Gegend auf eigene Faust zu befahren, ist nicht zu empfehlen.
Derzeit modernisiert die Mongolei ihre Verkehrsinfrastruktur durch den Bau neuer Autobahnen, Eisenbahnen und Flughäfen. Ein U-Bahn-Bauprojekt in der mongolischen Hauptstadt wurde entwickelt und seit 2013 werden die Arbeiten fortgesetzt. Ausserhalb der Hauptstadt ist das Pferd das bequemste Transportmittel.

Gesundheit
Derzeit besteht keine Impfplicht für die Einreise. Empfohlen werden aber trotzdem Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza, sowie Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt auch Hepatitis B, Typhus und Tollwut. Eine kleine Reiseapotheke dabei zu haben ist auch sehr wichtig, z. B Medikamente gegen Durchfall, Fieber, Insekten- und Sonnenschutzmittel, Salbe bei Insektenstichen oder anderen Hautreizungen, Verbandmaterial.

Sicherheit
In Stadtzentren, auf den Märkten sowie auf Einkaufspassagen und in den Kneipen sollten Reisende aufmerksam sein, da es zu Taschendiebstahl kommen kann. Reisenden wird empfohlen, sich von potentiell auftretenden Demonstrationen und größeren Menschenansammlungen fern zu halten.

Shopping
In der Hauptstadt gibt es ziemlich gute Einkaufsmöglichkeiten. Im zentralen Einkaufszentrum gibt es auch kleine Souvenir- und Antiquitätenläden. Typische Mitbringsel sind Kleidung aus Kaschmirwolle, Kultusgegenstände aus dem Buddhismus, auch handgemachte Teppiche, Gemälde und die landeseigenen Wodkasorten.

Wichtige Telefonnummern
Polizei: 102
Feuerwehr: 101
Notdienst: 103
Informationsdienst: +976 11 28 3047

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