Almaty, Kasachstan

Diese quicklebendige Stadt war bis Ende 1997 Kasachstans Hauptstadt. Sie wurde 1854 als Festung Wernoje („Die Treue”) an der russischen Grenze errichtet. Bei ihrer Gründung hatte sie gerade einmal 430 Einwohner. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts haben die Bolschewiki sie nach den zwei Flüsschen, an denen die Festung errichtet war – Alma-Ata – genannt. Man hat die kasachische Endung -tu bzw. -ty (Attributendung) fälschlich als Wort „Ata” – Vater, Opa verstanden. So wurde aus der „Äpfelstadt” der „Vater der Äpfel”.

Das provinzielle Nest sollte mit der Unabhängigkeit zur weltoffensten Stadt Zentralasiens werden. Kaufhäuser wurden errichtet und eingerichtet, Hotels, Restaurants sowie Casinos - Almaty, so hiess sie jetzt, war für jene, die sie seit 1990 nicht mehr betreten hatten, nicht wieder zu erkennen.

Mit ihren langen, geraden Alleen und den zahlreichen Grünanlagen lädt Almaty zum genüsslichen Schlendern ein. Und spielt das Wetter mit, haben wir eine prächtige Aussicht auf das Transili-Alatau – Gebirge, das ist: „Buntes Gebirge hinter dem Fluss Ili“ – denn Almaty liegt am Nordfuss dieses nördlichsten Gebirgszuges des Tian-Schan.

Betreten Sie nach einem Spaziergang durch den Panfilow-Park die russische Christi-Himmelfahrt-Kathedrale: mit ihren 56 Metern ist sie das zweitgrösste hölzerne Bauwerk der Welt (errichtet zwischen 1904 und 1907) und eine der wenigen vollständig erhaltenen hölzernen Sakralbauten. Nach ihrem Architekten wird sie auch Senkow-Kathedrale genannt.

Almaty

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