Garni, Armenien

Inmitten einer wunderschönen Naturlandschaft erhebt sich der Tempel von Garni, „die Akropolis Armeniens”. 

Er ist das einzige hellenistische Monument auf dem Gebiet Armeniens. Die ganze Gegend breitet sich auf dem rechten Ufer des Flusses Azat aus und ist seit dem 5. Jahrtausend v. Chr. bewohnt. Aufgrund der schlichten Eleganz seines Schnitzwerks ist dieser ionische Säulentempel ein beredtes Zeugnis der hellenistischen Baukunst in Armenien.

Der Tempel, die Stadtmauer und weitere Monumente, die sich in der Umgebung befinden, wurden durch den König Tiridates I (77 n. Chr.) gebaut. Er war Mithras, dem Sonnengott, geweiht - einer iranischen Gottheit, die auch im vorchristlichen Armenien unter dem Namen Mher verehrt wurde – und bekam deshalb den Namen „Sonnen-Tempel”. Alle heidnischen Tempel hiessen in Armenien mehjan – eine Ableitung von Mher.

Der Untergrund von Garni ist wie grosse Teile Armeniens vulkanisches Gestein. Mächtige Basaltpfeiler in der Azat-Schlucht bilden unterhalb des Sonnentempels gleichsam hängende Gärten.

Vor dem Tor, das zum Tempelkomplex führt, verkaufen Bäuerinnen verschiedene Leckerbissen: Sudjuch (auf Schnüren aufgereihte und mit Traubensaft übergossene Walnüsse), Kompott und Konfitüre, heilkräftige Kräutersäfte und Trockenfrüchte, aber auch Fuchs- und Dachspelze.

garni

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