Almaty, Kasachstan

Die Stadt der tausend Farben öffnet ihre Türe für Gäste. Almaty ist die grösste Metropole. Die Geschichte der Stadt geht auf die Seidenstrasse zurück. Lebendig, grün wirkt sie immer im Zentrum des Landes. Eng umschlungen von den Bergen zieht die Stadt der Gärten Besucher von aller Welt an. Hier wirkt das Leben ganz entspannt. Almaty lässt die Gäste, ihre eigenen Routen zu entwerfen und die Stadt entlang schöne Wanderungen zu erleben. Dank des sanft ansteigenden Vorgebirges, das die Stadt umgibt und auf dessen Hängen unzählige Apfelbäume stehen, ist Almaty besuchswert. Man nennt Almaty die Stadt der Äpfel. Hier haben alle Apfelbäume der Welt ihre Wurzel, jedoch blühen sie in den Hügeln ausserhalb der Stadt.

Almaty

Almaty ist die Hauptstadt des gleichnamigen Gebietes und liegt am Nordhang des Kungei-Alatau. Die Stadt gilt als das Industrie- und Wissenschaftszentrum Kasachstans. Tausende von Natur- und Geisteswissenschaftlern, Philologen, Physiker, Biologen, Chemiker haben in den Universitäten und Hochschulen der Stadt ausgebildet. Sie selbst stellen den geistigen Mittelpunkt der Stadt dar.

Diese quicklebendige Stadt war bis Ende 1997 Kasachstans Hauptstadt. Sie wurde 1854 als Festung Wernoje („Die Treue”) an der russischen Grenze errichtet. Der Stadt setzten zwei Erdbeben zu, jedoch wurde die teilweise zerstörte Stadt grosszügig wieder aufgebaut. Bei ihrer Gründung hatte sie gerade einmal 430 Einwohner. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts haben die Bolschewiki sie nach den zwei Flüsschen, an denen die Festung errichtet war – Alma-Ata – genannt. Man hat die kasachische Endung -tu bzw. -ty (Attributendung) fälschlich als Wort „Ata” – Vater, Opa verstanden. So wurde aus der „Äpfelstadt” der „Vater der Äpfel”.

Das provinzielle Nest sollte mit der Unabhängigkeit zur weltoffensten Stadt Zentralasiens werden. Kaufhäuser wurden errichtet und eingerichtet, Hotels, Restaurants sowie Casinos - Almaty, so heisst sie jetzt, war für jene, die sie seit 1990 nicht mehr betreten hatten, nicht wieder zu erkennen. Die heutige Stadt sieht terrassenförmig aus und ist einem grossen Park ähnlich, wo alte Häuschen mit hölzernen Fensterläden, wenig schöne Häuserblocks hinter Pyramidenpappeln, Scheinakazien und Birken blicken. Die Stadt verfügt über kilometerlange Kanäle, die die Grünflächen bewässern und die Luft frisch halten. Mit ihren langen, geraden Alleen und den zahlreichen Grünanlagen lädt Almaty zum genüsslichen Schlendern ein. Wir haben eine prächtige Aussicht auf das Transili-Alatau – Gebirge. Das ist: „Buntes Gebirge hinter dem Fluss Ili“ – denn Almaty liegt am Nordfuss dieses nördlichsten Gebirgszuges des Tian-Schans.

Ein sehr empfehlenswerter Besuchsort in Almaty ist der Park der 28 Panfilowzy, wo die verheirateten Menschen an ihrem Hochzeitstag hierhinkommen. Daher wurde dieser Ort zum Pflichtprogramm für die neuen Paare der Stadt. Er ist ein Symbol für die Erinnerung an Siege des zweiten Weltkriegs, an bessere Zukunft und an alle Menschen, die im Krieg zum Opfer gefallen sind. Der Grund für die Versammlung der neu verheirateten Paare ist es, dass sie versuchen, mit der Vergangenheit verbunden zu bleiben.

Betreten Sie nach einem Spaziergang durch den Panfilow-Park die russische Christi-Himmelfahrt-Kathedrale andersgesagt Auferstehungskathedrale: mit ihren 56 Metern ist sie das zweitgrösste hölzerne Bauwerk der Welt (errichtet zwischen 1904 und 1907) und eine der wenigen vollständig erhaltenen hölzernen Sakralbauten. Nach ihrer Architektur wird sie auch Senkow-Kathedrale genannt. Sie wurde in der Form Fünfkuppelbau errichtet.

Almaty fällt auch mit ihren verhältnismässig jungen Baudenkmälern auf: die im Norden der Stadt gelegene neue zentrale Moschee, das Opern- und Ballett-Theater Abai Kunanbajew, die Regierungsgebäude am Neuen Platz sowie das Hotel Kasachstan, von dem aus eine schöne Aussicht über die ganze Stadt und das nahe Gebirge geöffnet wird.

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