Sanddünen von Khongor, Mongolei

Weitere Entfernungen, die einst die Adlerjäger durchstreift haben, eine reiche Kontrast von Farben und Landschaften, von abgetrennten Oasen, fliessenden Flüssen, imposanten Bergmassiven und Sandparadies unter dem freien Himmel inmitten des Landes: das ist die mächtige Mongolei. Packen Sie Ihren Koffer für eine Reise ein, die Sie zu einem einzigartigen Naturwunder der Welt mitten des Nationalparks Gobi Gurwan Saichan im Süden der Mongolei begleitet und Ihnen die Sanddüne Khongoryn Els zeigt. Er stellt den grössten Nationalpark in der Mongolei dar und ist damit ein beliebter Ort für die Abenteuerliebhaber, für diejenigen, die nach etwas Besonderem und Aussergewöhnlichem suchen. Die Farbenkombination der Gegend ist so beeindruckend, dass man die Grenzen von Realität und Traum verliert und sich wie im Märchen fühlt.

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Die Sanddüne Khongoryn Els liegt 763 km südwestlich von Ulaanbaatar entfernt, auf einer Fläche von 180 km und blickt uns von weitem. Mit 27.000 Hektar Fläche ist sie die grösste Sanddüne im Land. Wie es schon in ihrem Namen versteckt ist und sie so erstaunlich macht, ist das Merkmal, dass die Düne singt. Der Grund, warum das Gebirge als „singende Sanddüne“ bezeichnet wird, liegt auf dem einfachen physikalischen Phänomen. Es ist sehr leicht zu erklären: Khongoryn Els fängt zu singen und brummen an, sobald sich ein Wanderer dem Höhengrat, dem sogenannten Kamm der Düne nähert. Zu dieser Zeit wird ein kleines oder grosses Sandbrett losgetreten und die Körner kommen ins Rutschen und beginnen zu vibrieren. In Folge dieses Prozesses beginnt die Khongoryn Sanddüne zu singen. An den Sanddünen entlang fliesst der Fluss Khongoriin und bildet eine Oase in der Mitte dieser trockenen Landschaft.

Das Gebirge wandert auch. Der Wind schiebt die 180 km lange und ca. sechs Kilometer breite Düne je nach der Wetterrichtung von Ost nach West und zurück. Khongoryn Els ist zwischen den drei Gebirgsketten „Zuun Saichan“, „Dund Saichan“ und „Baruun Saichan“ eingebettet. Diese drei Gebirgsketten werden als „drei Schönheiten der Gobi“ bezeichnet. Auf dem Weg zur Sanddüne ragen nur Grasbüschel. Der Weg bis zur Düne ist trocken mit karger Vegetation. Hier tauchen auch Fossilien der Dinosaurier und Mineraleinlagerungen auf.

Obwohl die Lebensbedingungen hier sehr niedrig sind, leben in dieser entbehrungsreichen Gegend noch Menschen mit ihrem eigenen Alltag. Die Natur bestimmt ihre Lebensweise. Sie sind die Wächter der Gegend, die wie aus dem Sand auftauchen und der Umgebung Leben verleihen. Um Khongoryn Els herum haben einige Kamelzüchter Ihre Siedlungen gegründet. Die Touristen haben hier die Möglichkeit Kamel zu reiten, mit dem Wind und Sand eins zu werden, dem Gesang der Dünne Ohr zu schenken und den Hauch der mongolischen Ahnen zu spüren, indem man sich das Bild der mongolischen Vorfahren anfertigt und dem ruhigen Zug der Karawanen folgt.

Obwohl das Sandmeer den Aufstieg zur singenden Düne „Khongoryn Els“ schwer und anstrengend macht, ist die Aussicht von oben so beeindruckend und schön, dass man sie auf keinen Fall versäumen darf. Je weicher das Licht ist, desto anziehender und ausgezeichneter ist die Landschaft. Sie ist sowohl am Morgen zum Sonnenaufgang, als auch bei der Abenddämmerung zu besteigen. Je höher man steigt, desto stärker wird der Wind, der so sanft mit dem Sand spielt, indem er ihn hoch zieht und zum Tanzen bringt, dazu noch die sanfte Melodie. Widerwillig wird man der Zeuge dieses Spiels, welches man für immer in seinen Erinnerungen trägt.

Die Reise nach Khongoryn Els Sanddüne ist nicht nur eine Reise, es ist Erlebnis mit unbeschreiblichen Gefühlen.

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