Songköl, Kirgisistan

Begeben Sie sich auf einen Ort, der am linken Ufer des Naryn Sees (2037 m. ü. M.), mitten in den Tian Schan Bergen liegt. Die ist eine Gebietshauptstadt und wurde in den Jahren 1868/69 als Festung an der Handelsstrasse Rybatschje (heute Yssykköl) gegründet. Erst im Jahr 1927 wurde sie zur Stadt erklärt. Von hier führen gut angelegene Strassen in die herrlich gelegenen Winter- und Sommerweiden des Bergmassives (Kotschkor-Tal, Arpa und Songköl). Mit dem Auto erreicht man Naryn aus Bischkek sehr einfacher: durch das Tschu-Tal nach Yssykköl am gleichnamigen See, und von dort nach Südwesten in das Bergmassiv des Tian Schan.

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Ganz im Norden der Provinz Naryn, auf einer Höhe von 3048 m ü. M. wird ein schöner Blick über Songköl, den grossen Hochgebirgssee und einen alpinen Süsswassersee in Zentralasien geöffnet. Ein idealer Ort, wo man die echte Ruhe finden kann. Er ist der zweitgrösste See in Kirgisistan nach dem Yssykköl See und ein potenzielles Ziel für Öko-Tourismus. Das Wetter kann hier in allen Jahreszeiten sehr unberechenbar sein, sodass es hier sowohl Baden als auch Wandern möglich wäre. In den Wintermonaten gefriert aber der See. Der Songköl wird im Norden von der Bergkette des Songköltoos und im Süden von der des Moldotoos eingerahmt. Rund um den See breiten sich unberührte Weiden und ein Naturschutzgebiet aus.

Die Landschaft um den Songköl See herum ist durchaus reizvoll. Jedes Jahr wird im Sommer Jurtencamp in diesem Ort organisiert, wo man neben der schönen Natur auch gutes kirgisisches Essen verkosten kann. Ein wunderschöner Ort für Wanderliebhaber. Wanderungen können über die Berge durchgeführt werden: vom Sary Bel-Pass mit 3650 m als der höchste Punkt durch zwei Schluchten bis zum Naryn-Tal. Reiten eben verleiht Ihrer Reise eine einmalige Würze. Aus nahe gelegenen Regionen kommen die Nomaden zu Gästen und laden sie zu einem Glas Stutenmilch ein und bringen sie unter dem stillen Himmel mit ihrem Alltag näher. Besonders wert ist Reise in den Sommermonaten, wenn viele Herden der Nomadenfamilien auf den üppigen Wiesen um den See herum weiden.

Ein weiterer kirgisischer See ist der Yssykköl See mit 6236 km², welcher der zweitgrösste Gebirgssee auf der Erde sowie der grösste Bergsee Asiens ist. Er liegt im Tian Shan Gebirge, im Gebiet Yssykköl. Der See trägt den Namen „das Herz von Tian Shan“. Die Kirgisen nennen ihn aber „das Meer der Kirgisen“. Der See wird als „heisser See“ übersetzt. Es ist damit verbunden, dass er wegen seiner Lage in Höhe von 1600 Metern in den kältesten Wintern nicht zufriert. Es gibt einige schöne Zitaten über den See, von denen der vom Nationaldichter Tschingis Aitmatow sehr beliebt ist: „Der Yssykköl war für ihn der Ort, an dem sich Wasser und Himmel berühren.“ Erstaunliche Landschaften umgeben den See. Ganz im Norden des Sees blickt die Bergkette des Kungej-Alatau, im Norden thront die Kette des Terskej-Alatau. Die Gipfel sind immer schneebedeckt. Es gibt 118 Flüsse, die in den Yssykköl münden. Der Yssykköl See steht im Mittelpunkt vieler kirgisischen Legenden. Eine besagt, dass die versunkene Stadt „Lyesch“, die „Tränen des Schneeleoparden“ dem See sein Salz gab. Das Tal des Yssykköl wurde seit Jahrtausenden besiedelt. Dank Ausgrabungen wurden am See die Reste einer über 2500 jährigen Stadt gefunden. Daneben wurden auch Waffen, Geld, Bronzekessel ausgegraben. Dank seiner ökologisch-intakten Berglandschaften wurde das Gebiet des Sees zum Biosphärenreservat erklärt. Eine grosse Anzahl von Schafen und Steinböcken leben in diesem Reservat. Hierher können auch wilde und bedrohende Tiere wie Schneeleoparden, Turkestan-Fuchs sowie Tian-Shan-Reh kommen.

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